Beschreibung von Varianten im Systemtest mit Hilfe von domain specific languages (DSLs)

BearbeiterIn:Max Draf
Titel:Beschreibung von Varianten im Systemtest mit Hilfe von domain specific languages (DSLs)
Typ:Studienarbeit
Betreuer:Jung, M.; Kips, D.
Status:abgeschlossen am 10. März 2017
Vorausetzungen:
Thema:

Hintergrund:
Untersuchungsgeräte in der Medizintechnik (z.B. Computertomographen) werden für unterschiedliche Einsatzszenarien konfiguriert und gefertigt. Die Software, die auf den Geräten läuft, ist typischerweise so ausgelegt, dass sie – gesteuert über Parameter – in allen Produktvarianten gleichermaßen eingesetzt werden kann. Die Definition der Parameter wird von mehreren, unterschiedlichen Domänen zugeliefert, beispielsweise aus den physikalischen Modellen. Dazu werden bereits DSLs eingesetzt.
Auf Grund hoher Auflagen an die Sicherheit der Untersuchungsgeräte werden in der Entwicklung umfassende Testverfahren eingesetzt, die sowohl die Bandbreite aller Parameterbelegungen, als auch die Parametersätze einer spezifischen Variante prüfen. Mit der Spezifikation einer Produktvariante werden somit gleichzeitig viele Parameter für den Systemtest festgelegt, beispielsweise der konkrete Testablauf oder variantenspezifische Parameter für einen einzelnen Testschritt.
Aufgabenstellung:
Eine DSL soll entworfen werden, mit der Abhängigkeiten von Testspezifikationen zu den jeweiligen Produktkonfigurationen erfasst und beschrieben werden können. Ziel ist es, aus den Parameterdatensätzen (semi-)automatisch Testspezifikationen zu ermitteln. (Beispiel: „Wenn Produktkonfiguration 1 Systemelement XY enthält, dann muss im Testsetup ABCD mit Parametern für X1 und Y1 berücksichtigt werden.")
Basierend auf den so erfassten Abhängigkeiten ist eine weitere DSL zu konzipieren, mit der eine Familie von Testspezifikationen beschrieben werden kann, speziell die Gleichteile und Variationspunkte solcher Spezifikationen.
Meilensteine:

  • Einarbeitung in Jetbrains MPS als Tool für DSL Modellierung
  • Entwurf einer DSL für Testspezifikationen
  • Entwurf einer DSL für Test-Produktfamilien
  • Bewertung des DSL Ansatzes
  • Schreiben der Ausarbeitung
  • Endvortrag im Kolloqium

Literatur:

  • [Voelter13] Markus Voelter: DSL Engineering: Designing, Implementing and Using Domain-Specific Languages. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2013
  • [Evans03] Eric Evans: Domain-Driven Design: Tackling Complexity in the Heart of Software. Addison Wesley, 2003
  • [Stahl07] Thomas Stahl et.al: Modellgetriebene Softwareentwicklung. Techniken. Engineering, Management. dPunkt.verlag, 2007
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