Powertype Based Metamodeling als Grundlage für die Modellierung von Software-Entwicklungsprozessen

BearbeiterIn:Alexander Hantzsch
Titel:Powertype Based Metamodeling als Grundlage für die Modellierung von Software-Entwicklungsprozessen
Typ:Diplomarbeit
Betreuer:Stenzel, W.; Hindel, B.; Philippsen, M.
Status:abgeschlossen am 15. Januar 2008
Vorausetzungen:

Die Firma method park Software AG, Erlangen besitzt mit ihrem Produkt project kit eine webbasierte Softwarelösung zum Prozessmanagement von Entwicklungsprozessen. Das Werkzeug verfügt über ein flexibel konfigurierbares Metamodell, auf dessen Basis sich die verschiedensten Prozessmodelle abbilden lassen. Es begleitet den kompletten Lebenszyklus eines Prozesses von der Erfassung über Prozessinstanziierung in Projekte mit dem hiermit verbundenen Tailoring, der Einbindung von Konfigurations-Management- und Issue-Tracking- Systemen bis hin zur Unterstützung von Quality-Assessments anhand von Reifegradmodellen. Mit dem Process Composer, einem prototypischen Werkzeug auf Basis der Eclipse-Rich-Client-Plattform, ist es nun möglich, aus dieser Webapplikation heraus exportierte Prozessmodelle zu importieren, diese beliebig zu bearbeiten und anschließend wieder in ein für project kit kompatibles Format zu exportieren.
Powertype Based Metamodeling ist ein objektorientierter Ansatz zur Beschreibung und Umsetzung von beliebigen Software-Entwicklungsprozessen. Dieser Ansatz propagiert eine konsequente Trennung der bei der Software-Entwicklung anfallenden Daten auf drei Schichten: Metamodell, Prozessmodell und Entwicklungsprojekt. Für die Beschreibung der Daten und ihrer Beziehungen zueinander werden rein objektorientierte Konstrukte verwendet. Heraus sticht dabei vor allem die Modellierung von Prozessmodellelementen als Clabjects (Klasse + Objekt), wobei die Objekte die eigentlichen Prozessdaten enthalten und die Klassen in Entwicklungsprojektelemente instanziiert werden können. Das Powertype Based Metamodeling stellt somit ein systematisches und durchgängiges Konzept als mögliche Grundlage für eine Weiterentwicklung des Process Composers dar.

Thema:

Aufgabe der Diplomarbeit ist zunächst die Erarbeitung eines Konzeptes, welches eine Eingliederung der bisherigen project kit Metamodellierung für die Process Workbench als auch der Konfiguration des project kit Issue-Trackers und des Infocenters in gemeinsame Powertype basierte Metamodelle erlaubt. Des weiteren ist zu überlegen, wie in diese Metamodelle eine Anbindung an Fremdsysteme wie z.B. ClearQuest oder das Microsoft Visual Studio Team System (VSTS) ermöglicht werden kann, um auch die in solchen Systemen verwalteten Elemente auf Projekt- und Prozessmodellebene ansprechen zu können.
Ein Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise der Konfiguration und Metamodellierung in project kit soll die Vorzüge und evt. Nachteile des Powertype Based Metamodeling-Ansatzes im Hinblick auf konzeptionelle und technische Aspekte verdeutlichen. Außerdem ist die Entscheidung gegen die Verwendung des Powertype basierten und ISO-standardisierten Metamodells SEMDM als Modellierungsgrundlage für den Process Composer zu rechtfertigen.
Anschließend soll mittels geeigneter UseCases die neue Komponente zur Modellierung des instanziierbaren Klassenaspektes von Prozessmodellelementen als Erweiterung des Process Composers funktional beschrieben werden. Die Implementierung dieser UseCases erfolgt in Java und auf Basis des Eclipse Modeling Frameworks (EMF), welches eine dynamische Erzeugung von Klassen zur Laufzeit erlaubt. Das eingangs erarbeitete Konzept für eine Anbindung an Fremdsysteme ist dabei insofern zu berücksichtigen, als das der modellierbare Klassenaspekt für Konfigurationsexporte in VSTS genutzt werden kann.

Meilensteine:

  • Literaturstudium, Entwicklung eines Konzeptes (1 Monat)
  • Vergleich mit project kit, Betrachtung von SEMDM (1,5 Monate)
  • Ausarbeitung von UseCases (0,5 Monat)
  • Implementierung mit Eclipse und EMF (2 Monate)
  • Erstellen der Ausarbeitung (1 Monat)
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