Präzisierung und werkzeuggestützte Umsetzung des Software Process Engineering Metamodel 2.0

BearbeiterIn:Ralf Ellner
Titel:Präzisierung und werkzeuggestützte Umsetzung des Software Process Engineering Metamodel 2.0
Typ:Diplomarbeit
Betreuer:Kips, D.; Philippsen, M.
Status:abgeschlossen am 16. Januar 2008
Vorausetzungen:
Thema:

Hintergrund:
Software-Entwicklungsprozessmodelle (SWEPMe) dienen dazu, den Prozess der ingenieurmäßigen Erstellung komplexer Softwaresysteme systematisch zu beschreiben. Eine Formalisierung von SWEPMen erleichtert einerseits deren Definition, Modifikation und Dokumentation, andererseits.erleichtert sie auch den Nachweis wichtiger Eigenschaften des Prozessmodells, wie sie etwa von Reifegradmodellen (z.B. CMMI oder SPICE) gefordert werden.

Als Notationsgrundlage für die Formalisierung von Prozessbeschreibungen eignet sich das "Software Process Engineering Metamodel" (SPEM) der OMG, das formal eine Erweiterung der "Unified Modeling Language" (UML) darstellt und dessen Zielsetzung auf die speziellen Erfordernisse einer einheitlichen und komfortablen Beschreibung von SWEPMen ausgerichtet ist. Durch die Einbettung in den weitverbreiteten De-facto-Standard von UML und OCL soll das SPEM mittel- und langfristig zur Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit der Beschreibung von Prozessmodellen beitragen und eine automatisierte Prozessüberwachung mittels geeigneter Softwarewerkzeuge ermöglichen.

Die Definition des SPEM wird von der OMG derzeit auf den Versionsstand 2.0 gehoben. Die aktuell veröffentlichte Spezifikation ist allerdings noch mit diversen Unzulänglichkeiten behaftet. Darüber hinaus wird sie von den gängigen UML-Modellierungswerkzeugen (noch) nicht unterstützt und kann daher momentan in der Praxis noch nicht eingesetzt werden.

Aufgabenstellung:

  • Basierend auf dem von der OMG zur Verfügung gestellten SPEM-Profil soll mit dem UML-Modellierungswerkzeug RSA zunächst eine Modell-Repräsentation des SPEM 2.0 erstellt werden, die es einem Prozessmodellierer ermöglicht, ein SPEM-2.0-konformes Prozessmodell anzulegen und mit hinreichend komfortablen Mitteln zu manipulieren. Neben evtl. erforderlichen Korrekturen bzw. Ergänzungen der SPEM-Spezifikation sind dabei insbesondere auch „Best Practices" und Leitfäden für den Modellierer zu erarbeiten.
  • Zur Präzisierung der syntaktischen Eigenschaften des Metamodells ist die SPEM-2.0-Spezi¬fikation um entsprechende Constraints (sog. "Wellformedness Rules") zu ergänzen. Diese sollen so allgemein gehalten sein, dass sie idealerweise als mögliche Ergänzung des Standards bei der OMG zur Prüfung eingereicht werden können. Die spezifizierten Constraints sind ferner im Rahmen der RSA-basierten Umsetzung des SPEM in geeigneter Weise zu implementieren.
  • Die erarbeiteten Konzepte und Ergebnisse sind, soweit möglich und sinnvoll, anhand der Umsetzung von geeigneten Ausschnitten eines praxiserprobten SWEPMs zu belegen.
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