Fallstudie zur Modellierung von Software-Entwicklungsprozessen auf Basis des Software Process Engineering Metamodel 2.0

BearbeiterIn:Maximilian Brunner
Titel:Fallstudie zur Modellierung von Software-Entwicklungsprozessen auf Basis des Software Process Engineering Metamodel 2.0
Typ:Diplomarbeit
Betreuer:Kips, D.; Philippsen, M.; Schmidt, K.
Status:abgeschlossen am 16. Juli 2007
Vorausetzungen:

UML 2.0 Kenntnisse
Kenntnisse von/Erfahrung mit Softwareentwicklungsprozessen

Thema:

Hintergrund:
Die Entwicklung automobiler Software erfolgt typischerweise in enger Kooperation mit diver-sen Zulieferern. Die zukünftige Entwicklung soll auf einer einheitlichen Plattform (AUTOSAR) erfolgen, die Kooperation wird dadurch noch enger. Dies macht komplexe Abstimmungs- und Synchronisationsmaßnahmen im Software-Entwicklungs¬prozess erforderlich und liefert somit ein zusätzliches wichtiges Argument für den Wunsch, die Ausführung des Prozesses werk-zeuggestützt steuern und kontrollieren zu können.
Mit Hilfe einer formalisierten Darstellung des jeweiligen Softwareentwicklungsprozessmodells (SWEPMs) kann die Interaktion aller am Entwicklungsprozess beteiligten Akteure definiert und abgestimmt werden. Zugleich bildet sie eine präzise Basis für eine werkzeuggestützte Prozessausführung und -überwachung.
Als Notationsgrundlage für derartige formalisierte Prozessbeschreibungen eignet sich das "Software Process Engineering Metamodel" (SPEM) der OMG, das formal eine Erweiterung der "Unified Modeling Language" (UML) darstellt und dessen Zielsetzung auf die speziellen Erfordernisse einer einheitlichen und komfortablen Beschreibung von SWEPMen ausgerich-tet ist. Durch die Einbettung in den weitverbreiteten De-facto-Standard von UML und OCL soll das SPEM mittel- und langfristig zur Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit der Be-schreibung von Prozessmodellen beitragen und eine automatisierte Prozessüberwachung mittels geeigneter Softwarewerkzeuge ermöglichen.

Aufgabenstellung:
Die Diplomarbeit wird in enger Kooperation mit einem großen Automobilhersteller durchge-führt. Der Kooperationspartner beabsichtigt, ein SWEPM, das sich bereits im Praxiseinsatz befindet, formal zu beschreiben und im Hinblick auf mögliche Schwachstellen zu analysieren. Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll dazu ein "typischer" Teilprozess auf Grundlage des SPEM formal beschrieben und mit einem UML-basierten Modellierungswerkzeug erfasst werden.
Zu diesem Zweck muss zunächst das SPEM 2.0 für das gewählte Modellierungswerkzeug verfügbar gemacht werden. Anschließend ist das vorgegebene SWEPM (bzw. ein in Ab-stimmung mit dem industriellen Kooperationspartner festzulegender Ausschnitt daraus) mit Hilfe des SPEM 2.0 werkzeuggestützt zu formalisieren. Dabei sind insbesondere folgende Fragestellungen zu untersuchen:

  • Gibt es Eigenschaften des SPEM 2.0, die eine Abbildung des vorgegebenen SWEPM erschweren oder unmöglich machen? Welche Modifikationen des SPEM sind ggf. erfor-derlich, um diese Hindernisse zu beseitigen?
  • Um welche Eigenschaften bzw. Konzepte müsste das SPEM 2.0 ggf. ergänzt werden, um eine komfortablere Modellierung des vorgegebenen SWEPM zu ermöglichen?
  • Sind die im SPEM 2.0 vorgesehenen Einschränkungen der Modellierung über ein Tailo-ring oder ähnliche Mechanismen einstellbar?
  • Welche Schwachstellen des vorgegebenen SWEPM werden im Rahmen der formalen Modellierung erkennbar? Welche Modifikationen des vorgegebenen SWEPM wären ggf. erforderlich, um diese Schwachstellen zu beseitigen?

Ferner ist ein Konzept zu entwickeln und prototypisch zu realisieren, das die automatische Generierung einer rollengerechten Dokumentation des Prozessmodells aus dem Repository des Modellierungswerkzeugs ermöglicht.

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