Modellgetriebene Komponentenkomposition

Projektleitung:Philippsen, M.
Zeitraum:15. Juni 2007 - 31. Dezember 2011
Mitarbeiter:Janda, P.
Beschreibung:

Dieses im Rahmen der INI.FAU-Kooperation durchgeführte Projekt analysiert die Integration von Fahrzeugfunktionen auf Steuergeräte und entwickelt modellgetriebene Unterstützungsmöglichkeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse werden exemplarisch anhand der Integration aller Komponenten eines Fahrdynamikregelsystems auf einem AUTOSAR-Steuergerät überprüft werden.
In der Automobilindustrie ist es schon lange üblich, Fahrzeugfunktionen auf hohem Abstraktionsniveau modellbasiert zu entwickeln. Um frühzeitig Fehleinschätzungen bezüglich Laufzeit- und Ressourcenbedarf auszuschließen, ist es nötig, die entwickelte Software nicht nur zu simulieren, sondern auch auf der Zielhardware testen zu können. Aufgrund von Kosten- und Sicherheitsanforderungen ist die Integration auf ein Steuergerät aber sehr zeitaufwändig und erfordert Expertenwissen, das einem Funktionsentwickler normalerweise nicht zur Verfügung steht. AUTOSAR (AUTomotive Open System ARchitecture) etabliert sich als Standard für die Basissoftware auf Steuergeräten. Doch durch die Neuheit dieses Standards gibt es noch keine Verfahren und Werkzeuge, um die Integration von Funktionen auf einem Steuergerät zu unterstützen.
Im Jahr 2008 wurden die Modellierungsmöglichkeiten in AUTOSAR in Bezug auf ihre Eignung bei Audi und auf mögliche Konflikte mit bestehenden Standards sowie mit bei Audi eingesetzten Technologien untersucht. Des Weiteren wurde die automatische Vervollständigung einer Reglerkomponente zu einer AUTOSAR-Softwarearchitektur prototypisch realisiert.
Im Jahr 2009 wurde damit begonnen, die ermittelten Unterstützungsmöglichkeiten (automatische Konfiguration der Buskommunikation mit Hilfe einer Busdatenbank sowie automatisches Scheduling der auszuführenden Prozesse) mit Hilfe eines modellgetriebenen Ansatzes auf Basis des Eclipse Modeling Frameworks zu realisieren und in die Werkzeuglandschaft bei Audi zu integrieren. Durch die modellgetriebene Entwicklung wird eine leichte Anpassbarkeit des entstehenden Prototypen an sich verändernde Anforderungen erzielt.
Im Jahr 2010 wurde die in einem AUTOSAR-Projekt zur Verfügung stehenden Informationen genutzt, um daraus automatisch sowohl die lokale Kommunikation zu konfigurieren, als auch diejenige, die Steuergerätegrenzen überschreitet. Ebenso konnten bereits vorhandene Abhängigkeitsspezifikationen mit Hilfe eines genetischen Algorithmus zur automatischen Erzeugung eines Taskscheduling verwendet werden, der die Kommunikationslatenzen zwischen kooperierenden Softwarebausteinen minimiert. Der bestehende Prototyp wurde um die erarbeiteten Verfahren erweitert.

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